Alchenstorf
Baugruppe B (Alchenstorf, Unter-)
Beschreibung
Dieser Dorfteil besteht im Wesentlichen aus acht strassenbegleitenden Gehöften, die sich in zwei, räumlich eng zusammengeschlossene Gebäudegruppen aufteilen. Die erste Gruppe folgt in sehr lockerer Reihung dem Hügelzug. Sie besteht aus drei Gehöften in unmittelbarer Strassennähe und zwei weiteren, die etwas berg-, bzw. talwärts zurücktreten. Letztere sind, wie die beiden in die 2. Hälfte des 18. Jh. datierten Speicher zeigen, älter, während diejenigen an der Strasse um 1820, in der Blütezeit der bernischen Agrarwirtschaft entstanden. Stattlicher Zeuge der wachsenden Milchwirtschaft in der Region ist das Bauernhaus Nr. 2 mit seinen riesigen Gewölbekellern, die dem prosperierenden Käsehandel dienten. Die zweite, etwas konzentrierte Bebauungsgruppe liegt am Hügelfuss gegen die Talsohle hin. Dieses so genannte Dörfli bezeichnet, wie der Name schon andeutet, das Terrain, auf dem sich der mittelalterlichen Siedlungskern mit der einstigen Kirche (evtl. Standort bei heutigem Stöckli Nr. 15) befand. Die drei, sich heute hier befindlichen Bauernhäuser (Nrn. 11, 12 und 13) stammen in ihrem Kern alle aus dem 18. Jahrhundert. Ins gleiche Jahrhundert datiert der Speicher Nr. 14, während die beiden Stöckli kurz hintereinander im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts entstanden. Wenn man vom Weiler Tannwald herkommt, bilden die beiden Südfronten des Gehöfts mit Bauernhaus Nr. 13 und Stöckli Nr. 15 einen markanten Eingang in die Baugruppe.
Einzelobjekte
Inkraftsetzung
27.09.2002
