Brügg

Ensemble bâti B (Brügg, Mühle)
Déscription
Das Mühleareal lag anfänglich in den Händen der Familie Möschler (Abraham Möschler, 1723-46 Müller zu Brügg, Joh. Möschler, Bleiker 1779/1783). Es liegt an der westl. Spitze einer Flussniederung. Der Mühlekanal wurde von der Zihl abgleitet. Das Wasser floss zuerst unter der Mühle, dann vor dem Gerbestock durch und nachher am Hangfuss entlang bis es östl. der sog. Bleichematte wieder in die Zihl gelangte. Ein kleiner Nebenkanal führte unmittelbar neben der Zihl zur Walke. Diese steht heute nicht mehr. Die Mühle von 1822 (Mühleweg 1), die über einem Vorgängerbau errichtet wurde, bildet das Zentrum der Baugruppe. Der schmucke Gerbestock (Mühleweg 2) von 1749 nördl. davon ist der älteste, urspr. erhaltene Bau der Gruppe. Das Tröcknehaus (1A) südl. der Mühle stammt von 1786, wurde aber 1981 wegen Baufälligkeit abgerissen und rekonstruiert. Das ehem. Herrenhaus (1D), erbaut um 1760, fiel wohl 1879 den Flammen zum Opfer. Der Restbestand diente nachher als Remise. 1981 erfolgte der Umbau in ein Begegnungszentrum. Die Bauten des ehem. Möschler-, später Mollguts bilden ein hervorragendes Zeugnis von frühen Gewerbebetrieben am Wasser (Mühle, Gerbe, Bleike, Walke). Ihre Stellung ergibt sich aufgrund der Wasserkanäle, was zu einem organischen Ensemble führte.