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Iseltwald

Baugruppe A (Iseltwald, Dorf)
Bildungs- und Kulturdirektion Amt Kultur Denkmalpflege www.be.ch/denkmalpflege

Bauinventar

07.05.2021
verfügt
Beschreibung
Die Baugruppe umfasst den zentralen Bereich von Iseltwald, eines idyllisch an einer Seebucht des Brienzersee gelegenen ehem. Fischer- und Bauerndorfes, das um die Wende zum 20. Jh. durch qualitätvolle Tourismusbauten und Villen ergänzt wurde. Der alte Dorfkern von Iseltwald befindet sich am SW-Fuss des als Landzunge in den See vorstossenden Felsrückens. An schmalen Gässchen drängen sich hier schlichte, altertümlich wirkende Wohnhäuser. Die Blockbauten richten ihre Giebelfronten zum Wasser; im O sind sie der Bucht zugewandt, im W orientieren sie sich auf den offenen See. Die vorwiegend aus dem 18. und 19. Jh. stammenden und danach grösstenteils umgebauten Häuser zeigen immer noch den Charakter der ehem. Fischersiedlung. Im Kontrast zur geschlossenen Altbebauung des Halbinselrückens liegt der direkt südl. gelegene, grossräumige, im W zum See hin offene zentrale Platz. Er wird auf der S-Seite im O durch das ehem. Posthaus und das Hotel Bären (beide im Schweizer Holzstil) sowie im W durch eine Reihe einheitlich gestalteter, A. 21. Jh. gebauter Wohnhäuser definiert. Dieser Platz besteht aus 2 Bereichen, einerseits dem alten, urspr. kleindimensionierten Dorfplatz im O und andererseits dem ehem. Dorfanger im W. Ganz zuvorderst an der Landzunge steht als eine Art Landmark, die vom See aus weit sichtbare, schlossartige historistische Villa von 1907 (Burg 45). Eine weitere Dominante im Dorfkern bildet das aus dem 2. Jahrzehnt des 20. Jh. stammende Gebäude des "Strandhotels" (Schönbühl 76) an der Schiffländte im W. Eine lockere Folge von qualitätvollen Wohn- und Bauernhäusern entlang der Seebucht schliesst im O an den Dorfkern an. Die Bebauung besteht aus Oberländer-Häusern aus dem 17. und 18. Jh., durchsetzt durch Bauten der Tourismusblüte der Jahrhundertwende des 19. und 20. Jh. sowie durch neuere Hotels und Wohnhäuser. Kultur- und architekturgeschichtlich bedeutend sind das Sommerhaus und das Atelier des Künstlerpaares Surbek-Frey (Marderbach 3C und 3D). Den fast ausnahmslos zum See giebelständigen Hauptgebäuden sind Kleinbauten verschiedenen Typs zugeordnet, so das Ofenhaus Marderbach15C, die den Gruppencharakter entscheidend mitgestalten. Sowohl see- wie auch hangseitig prägen wichtige Grünstreifen das äussere Ortsbild. Im W schliesst an den Dorfkern bis zur Mündung des Mühlebachs entlang des Seeufers eine gebäudetiefe Zeile, die aus ehem. Fischerhäusern, Bootshäusern und Tourismusbauten besteht. Aufgrund seiner einzigartigen Lage sowie aufgrund räumlicher und architektonischer Qualitäten zeichnet sich Iseltwald durch ein Ortsbild von nationaler Bedeutung aus.
Einzelobjekte
Iseltwald, Hubel 53
Iseltwald, Gassa 54
Iseltwald, Feld 18c
Iseltwald, Marderbach 15d
Iseltwald, Marderbach 15
Iseltwald, Feld 18a
Iseltwald, Gässli 10a
Iseltwald, Burg 45c
Iseltwald, Schoren 3
Iseltwald, Burg 45
Iseltwald, Brügg 32
Iseltwald, Marderbach 15c
Iseltwald, Matte 31
Iseltwald, Schönbühl 76
Iseltwald, Schoren 3d
Iseltwald, Schoren 3c
Iseltwald, Feld 17b
Iseltwald, Matte 29
Iseltwald, Brügg 34
Iseltwald, Mätteli 20
Iseltwald, Dorf N.N.