
Burgdorf
Bildungs- und Kulturdirektion
Amt Kultur
Denkmalpflege
www.be.ch/denkmalpflege
Lochbach 10, 3414 Oberburg
Grundstück
2558
Koordinaten
2615079.731 / 1209555.54
Bauinventar
03.09.2004
verfügt
Einstufung
schützenswert
K-Objekt
Ja
Geschützt durch
20.12.2004, Vertrag (Kanton)

Beschreibung
Lochbachbad. Gasthof, erb. 1840-1844; umgeb. u. um einen hohen Saal abgestockt 1944 (Arch. Ernst Bechstein I).
Schlichter, biedermeierlicher Massivbau von stattlichem Volumen u. ausgewogenen Proportionen; mächtiges Knickwalmdach mit Lukarnen. Regelmässig befensterte Fassaden; einfache Sandsteingliederung (Gesims, Fenstergewände), teilw. in Kunststein erneuert. Der Gasthof bildet zusammen mit Wohnflügel u. ehem. Badhaus (siehe Lochbach 10 Nord u. Süd) einen baumbestandenen, nach W offenen Hof mit Springbrunnen. In der SO-Ecke Laufbrunnen mit elegant geformtem Querovalbecken u. Vierkantstock (um 1840); Röhre wohl erneuert.
Lochbachbad. Ehem Badhaus, erb. 1871-1873; heute Wohnhaus
Zierlich wirkender Massivbau in der Art einer kleinen Villa; schönes Mansartdach. Anspruchsvoll gegliederte Fassaden: im EG Sandstein-Bänderung, OG mit kräftiger Sandstein-Brüstung, darüber Putzbänderung. Gute Details (Durchgang an der S-Fassade u.a.). Der zwischen Bach u. Sandsteinfluh eingepasste Baukörper bildet zusammen mit dem Gasthof (siehe Lochbachbad 10 Ost) u. dem Wohnflügel (Lochbach 10 Nord) einen baumbestandenen, nach W offenen Hof mit kleinem Springbrunnen.
Lochbachbad. Wohnflügel, erb. 1871/73
Langgezogener Massivbau unter gekapptem Walmdach. EG Sandstein, OG grob verputzt. Repräsentative Sandsteingliederung u. sehr gute Details (Haustür, Gitter u.a.). Der stilistisch zwischen Spätklassizismus u. Historismus einzuordnende Bau wird O-seitig durch einen turmartigen Torbau (erb. 1866, prägend verändert 1944) abgeschlossen; an dessen Hoffassade ist die Halbfigur eines Wilden Manne, der sogen. Lochbachgränni (2.D.17.Jh.), angebracht. Zusammen mit dem Gasthof (siehe Lochbachbad 10 Ost) u. dem ehem. Badhaus (Lochbach 10 Süd) bildet der Wohnflügel einen baumbestandenen, nach W offenen Hof mit kleinem Springbrunnen. Trotz Veränderungen ist der idyllisch gelegene Komplex ein ausgezeichnetes Beispiel eines ländlichen Bades des 19. Jh.
Bauleute
Roller, (Conrad Emanuel) Robert II, Burgdorf, Architekt ehem. Badhaus
Baugeschichte
1840 - 1844: Erbauung Gasthof; 1871 - 1873: Erbauung ehem. Badhaus und Wohnflügel
Inschriften / Baudaten
1723
Scheitelstein über dem Durchgang
(stammt vom Vorgängerbau)
Baugruppe
Baugruppe T (Burgdorf, Lochbach)