Burgdorf

Lochbach 10, 3414 Oberburg
Gastgewerbe / Erbauung ehem. Badhaus und Wohnflügel 1871 - 1873
Beschreibung
Lochbachbad. Gasthof, erb. 1840-1844; umgeb. u. um einen hohen Saal abgestockt 1944 (Arch. Ernst Bechstein I). Schlichter, biedermeierlicher Massivbau von stattlichem Volumen u. ausgewogenen Proportionen; mächtiges Knickwalmdach mit Lukarnen. Regelmässig befensterte Fassaden; einfache Sandsteingliederung (Gesims, Fenstergewände), teilw. in Kunststein erneuert. Der Gasthof bildet zusammen mit Wohnflügel u. ehem. Badhaus (siehe Lochbach 10 Nord u. Süd) einen baumbestandenen, nach W offenen Hof mit Springbrunnen. In der SO-Ecke Laufbrunnen mit elegant geformtem Querovalbecken u. Vierkantstock (um 1840); Röhre wohl erneuert. Lochbachbad. Ehem Badhaus, erb. 1871-1873; heute Wohnhaus Zierlich wirkender Massivbau in der Art einer kleinen Villa; schönes Mansartdach. Anspruchsvoll gegliederte Fassaden: im EG Sandstein-Bänderung, OG mit kräftiger Sandstein-Brüstung, darüber Putzbänderung. Gute Details (Durchgang an der S-Fassade u.a.). Der zwischen Bach u. Sandsteinfluh eingepasste Baukörper bildet zusammen mit dem Gasthof (siehe Lochbachbad 10 Ost) u. dem Wohnflügel (Lochbach 10 Nord) einen baumbestandenen, nach W offenen Hof mit kleinem Springbrunnen. Lochbachbad. Wohnflügel, erb. 1871/73 Langgezogener Massivbau unter gekapptem Walmdach. EG Sandstein, OG grob verputzt. Repräsentative Sandsteingliederung u. sehr gute Details (Haustür, Gitter u.a.). Der stilistisch zwischen Spätklassizismus u. Historismus einzuordnende Bau wird O-seitig durch einen turmartigen Torbau (erb. 1866, prägend verändert 1944) abgeschlossen; an dessen Hoffassade ist die Halbfigur eines Wilden Manne, der sogen. Lochbachgränni (2.D.17.Jh.), angebracht. Zusammen mit dem Gasthof (siehe Lochbachbad 10 Ost) u. dem ehem. Badhaus (Lochbach 10 Süd) bildet der Wohnflügel einen baumbestandenen, nach W offenen Hof mit kleinem Springbrunnen. Trotz Veränderungen ist der idyllisch gelegene Komplex ein ausgezeichnetes Beispiel eines ländlichen Bades des 19. Jh.
Klassifikation
Gastgewerbe
Baugeschichte
1840 - 1844: Erbauung Gasthof; 1871 - 1873: Erbauung ehem. Badhaus und Wohnflügel
Bauleute
Roller, (Conrad Emanuel) Robert II, Burgdorf, Architekt ehem. Badhaus
Inschrift
1723 Scheitelstein über dem Durchgang (stammt vom Vorgängerbau)
Einstufung
schützenswert
K-Objekt
Ja
Inkraftsetzung
03.09.2004
Unterschutzstellung
20.12.2004, Vertrag (Kanton)
Hauptgrundstücksnummer
2558
Koordinaten
2615079.731 / 1209555.54